Guten Abend, gut´ Nacht!

Guten Abend, gut´ Nacht! 

Mit Rosen bedacht,

mit Näglein besteckt,

schlüpf unter die Deck.

Morgen früh, wenn Gott will,

wirst Du wieder geweckt.

Morgen früh, wenn Gott will,

wirst Du wieder geweckt.

 

Guten Abend, gut´ Nacht!

Von Englein bewacht,

die zeigen im Traum

Dir Christkindleins Baum.

Schlaf nur selig und süß,

schau ins Traumparadies.

Schlaf nur selig und süß,

schau ins Traumparadies.

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Grün, grün, grün sind alle meine Kleider

Grün, grün, grün, sind alle meine Kleider,

grün, grün, grün ist alles was ich hab´.

Darum lieb´ ich alles was so grün ist,

weil mein Schatz ein Jäger, Jäger ist.

Weiss, weiss, weiss, sind alle meine Kleider,

weiss, weiss, weiss ist alles was ich hab´.

Darum lieb´ich alles was so weiss ist,

weil mein Schatz ein Bäcker, Bäcker ist.

Schwarz, schwarz, schwarz sind alle meine Kleider,

schwarz, schwarz, schwarz ist alles was ich hab´.

Darum lieb´ ich alles was so schwarz ist,

weil mein Schatz ein Schornsteinfeger ist.

Bunt, bunt, bunt, sind alle meine Kleider,

bunt, bunt, bunt ist alles was ich hab´.

Darum lieb´ ich alles was so bunt ist,

weil mein Schatz ein Maler, Maler ist.

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Guter Mond

Guter Mond, du gehst so stille, durch die Abendwolken hin.
Deines Schöpfers weiser Wille hieß auf jene Bahn dich zieh'n.
Leuchte freundlich jedem Müden in das stille Kämmerlein
Und dein Schimmer gieße Frieden ins bedrängte Herz hinein!

Guter Mond, o gieße Frieden in das arme Menschenherz.
Wende von dem Schmerz hienieden uns're Seele himmelwärts.
Mild und freundlich schaust du nieder von des Himmels blauem Zelt,
Und es tönen unsre Lieder hell hinauf zum Herrn der Welt.

Guter Mond du wandelst leise an dem blauen Himmelszelt,
Wo dich Gott zu seinem Preise hat als Leuchte hingestellt
Blicke traulich zu uns nieder durch die Nacht aufs Erdenrund.
Als ein treuer Menschenhüter tust du Gottes Liebe kund.

Guter Mond, du gehst so stille in den Abendwolken hin,
Bist so ruhig, und ich fühle, daß ich ohne Ruhe bin.
Traurig folgen meine Blicke deiner stillen, heitern Bahn.
O wie hart ist mein Geschicke, daß ich dir nicht folgen kann.

Guter Mond, du wandelst leise an dem blauen Himmelszelt,
Wo dich Gott zu seinem Preise hat als Leuchte hingestellt.
Blicke traulich zu uns nieder durch die Nacht aufs Erdenrund!
Als ein treuer Menschenhüter tust du Gottes Liebe kund.

Guter Mond, dir will ich's sagen, was mein banges Herze kränkt,
Und an wen mit bittren Klagen die betrübte Seele denkt!
Guter Mond, du kannst es wissen, weil du so verschwiegen bist,
Warum meine Tränen fließen und mein Herz so traurig ist.

Ach, daß auch in uns're Herzen Himmelsruhe zöge ein,
Daß wir immer frei von Schmerzen, stets zufrieden möchten sein!
Sanft umströmet uns dein Schimmer, klarer milder Mondenschein
Menscheherz, o daß du immer wärst wie dieses Licht so rein!

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Gaudeamus igitur

Brüder laßt uns lustig sein, weil der Frühling währet
und der Jugend Sonnenschein unser Laub verkläret;
Grab und Bahre warten nicht, wer die Rosen jetzo bricht,
dem ist der Kranz bescheret, dem ist der Kranz bescheret.

Unsres Lebens schnelle Flucht leidet keinen Zügel,
und des Schicksals Eifersucht macht ihr stetig Flügel;
Zeit und Jahre fliehn davon, und vielleicht schnitzt man schon
an unsres Grabes Riegel, an unsres Grabes Riegel.

Wo sind diese, sagt es mir, die vor wenig Jahren
eben also, gleich wie wir, jung und fröhlich waren?
Ihre Leiber deckt der Sand, sie sind in ein ander Land
aus dieser Welt gefahren, aus dieser Welt gefahren.

Wer nach unsern Vätern forscht, mag den Kirchhof fragen:
Ihr Gebein, so längst vermorscht, wird ihm Antwort sagen;
Kann uns doch der Himmel bald, eh' die Morgenglocke schallt,
in unsre Gräber tragen, in unsre Gräber tragen!

Unterdessen seid vergnügt, laßt den Himmel walten,
trinkt, bis euch das Bier besiegt, nach Manier der Alten!
Fort, mir wässert schon das Maul, und, ihr andern, seid nicht faul,
die Mode zu erhalten, die Mode zu erhalten!

Gaudeamus igitur, juvenes dum sumus;
Gaudeamus igitur, juvenes dum sumus;
post iucundam juventutem, post molestam senectutem
nos habebit humus, nos habebit humus.

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